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Projekt POSEIDON gestartet – Auf einen Durchbruch bei nanophotonischen Bauelementen zielen

 

Das FET-OPEN-Projekt POSEIDON hatte sein Kick-off-Meeting am 23. und 24. Januar 2020 in Aachen, Deutschland, in den Räumlichkeiten der AMO GmbH. POSEIDON ist ein vom Forschungs- und Innovationsprogramm “Horizont 2020” der Europäischen Union finanziertes Projekt, das einen radikal neuen Bottom-up-Ansatz für integrierte Lichtquellen für die Silizium-Photonik entwickeln wird.

“Wir werden die massiven Kosten und Komplexitätsbarrieren der derzeitigen Top-down-Ansätze zur Herstellung photonischer integrierter Schaltkreise abbauen”, sagt die Projektkoordinatorin Anna Lena Giesecke von der AMO GmbH. “Die Idee ist es, Lichtquellen monolithisch in die photonischen Schaltungen zu integrieren, indem die selbstorganisierte aktive Kolloide auf Chips eingesetzt werden. Auf diese Weise können wir kostengünstige und dennoch sehr leistungsfähige optische Bauteile mit einem sehr breiten Anwendungsspektrum realisieren, von Rechenzentren bis hin zu medizinischen oder Umweltsensoren.“

Gruppenbild des POSEIDON-Teams während der Kick-off Meeting am 23.-34. Januar 2020.

Während das Spektrum der möglichen Anwendungen breit gefächert ist, zielt das Projekt explizit auf die üblichen Wellenlängen der Datenkommunikation ab, mit dem Ziel, kostengünstige und effiziente optische Schalter zu realisieren, um die Energieeffizienz von Datenzentren und die Netzwerkleistung drastisch zu verbessern. Das Projekt selbst ist aus wissenschaftlicher und technologischer Sicht äußerst spannend, da es die Entwicklung eines mehrstufigen Ansatzes für den Entwurf und die Kontrolle der Selbstmontage der Kolloide mit einer Auflösung im Nanometerbereich in allen drei Raumrichtungen direkt auf photonischen integrierten Schaltkreisen erfordert.

An dem Projekt sind acht Partner beteiligt, die einige der führenden EU-Innovationsträger in diesem Bereich vertreten:

  • Modellierung und Simulation (Universität Hull, Vereinigtes Königreich und CSIC San Sebastian, Spanien),
  •  Kolloidsynthese (Universität Siegen, Deutschland und CIC biomaGUNE, Spanien),
  •  hierarchischer Aufbau (FA Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland und Universität Hull),
  •  Entwicklung elektrisch gepumpter kolloidaler Lichtquellen (Universität Hull, Universität Cambridge, UK und AMO) und
  •  Herstellung von photonischen integrierten Schaltkreisen (AMO).

Das Management und die Verwertung des Projekts wird von AMIRES, Tschechische Republik, unterstützt. POSEIDON wird auch von wichtigen Akteuren im Bereich der Innovation (IBM, Hitachi, Mellanox, Causeway Sensors, Senseair) unterstützt, die das Projekt als externer Beirat begleiten.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter https://poseidon-fet.eu/

Projektkoordinatorin
Dr. Anna Lena Giesecke
AMO GmbH
email: giesecke@amo.de

Projektleiterin
Kristina Pandek
AMIRES s.r.o.
email: pandek@amires.eu

POSEIDON wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 861950 gefördert.