nanodiag BW sichert sich 15 Millionen Euro Förderung für die nächsten drei Jahre

Der Clusture4Future nanodiag BW hat vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Fördermittel für eine weitere dreijährige Umsetzungsphase erhalten. Mit der Bewilligung von 15 Millionen Euro kann der Cluster seine Arbeit an nanoporenbasierten Diagnosemethoden ab April 2026 nahtlos fortsetzen.

Nanoporen können zur Entwicklung diagnostischer Instrumente genutzt werden, die dabei helfen, epigenetische Faktoren bei Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufzuklären. (Grafik: ©Hahn-Schickard, Inset: ©NMI, Teresa Tang)

nanodiag BW ist eine interdisziplinäre Initiative, deren Ziel es ist, eine neue Generation molekularer Diagnosewerkzeuge auf Basis der Nanoporen-Technologie zu entwickeln, um die direkte Analyse und Identifizierung einzelner Proteinsegmente in Echtzeit zu ermöglichen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf epigenetischen Markern – Proteinmodifikationen, die eine zentrale Rolle bei der Entstehung vieler Krankheiten wie Krebs oder neurodegenerativen Erkrankungen spielen. Das Ziel von nanodiag BW ist es, eine kostengünstige, leicht verfügbare und am Point-of-Care einsetzbare Alternative zu etablierten Massenspektrometrieverfahren zu entwickeln, die die personalisierte Diagnostik epigenetischer Marker zugänglicher macht. Die

AMO GmbH, einer der wenigen Partner von nanodiag BW außerhalb Baden-Württembergs, ist an einem der explorativsten Teile der Initiative beteiligt, nämlich der Entwicklung von Molekularanalysatoren auf Basis von Nanoporen in Festkörpermembranen. AMO bringt in dieses Projekt seine langjährige Expertise in der Abscheidung, dem Transfer und der Strukturierung von 2D-Materialien ein.

„Die fortgesetzte Unterstützung durch das BMFTR ist ein Beweis für die harte Arbeit des gesamten Clusters nanodiag BW, insbesondere des Projektteams. Diese zweite Umsetzungsphase ermöglicht es uns, auf unseren Erfolgen aufzubauen – unsere einzigartigen Fertigungsprozesse weiter zu optimieren und gleichzeitig neue Konzepte zu testen. Die AMO und der gesamte Cluster sind bereit, die Grenzen der Nanoporen-Technologie in den kommenden drei Jahren noch weiter zu verschieben“, sagt Dr. Jens Bolten, Leiter des nanodiag BW-Projekts an der AMO.

Zu den Hauptzielen der zweiten Umsetzungsphase gehören die Optimierung der biologischen Nanoporen und die Anreicherung von Zielmolekülen. Im Bereich der Festkörper-Nanoporen liegt der Schwerpunkt auf der Skalierung der Porenherstellung und der Systemintegration. Bei der Entwicklung eines digitalen Nanoporen-Sequenzers liegt der Schwerpunkt auf der Vorbereitung der klinischen Anwendung und der Validierung eines epigenetischen Biomarker-Panels. Darüber hinaus werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die langfristige Nachhaltigkeit des Clusters sicherzustellen – durch die Wahl einer geeigneten Rechtsform –, damit nanodiag BW auch über die neunjährige Förderperiode hinaus bestehen bleibt.

Map of Germany, with the representation of the geographical distribution of the partners of the Cluster nanodiagBW

Hintergrund

Clusters4Future ist eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zur Unterstützung regionaler Innovationsnetzwerke bei der Umsetzung exzellenter Forschungsergebnisse in wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Anwendungen. Die AMO GmbH ist Partner in zwei der 14 im Rahmen dieser Initiative geförderten Cluster, nämlich dem Cluster NeuroSys (Sprecher: Prof. Max Lemme) und nanodiag BW (Sprecher: Prof. Felix von Stetten, Hahn-Schickard-Gesellschaft).

Über nanodiag BW

nanodiag BW ist ein interdisziplinäres Innovationsnetzwerk mit Sitz in Baden-Württemberg. Der Cluster wird von der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg koordiniert. Er bringt mehr als 20 Partner aus Forschung und Industrie zusammen, mit dem Ziel, die Nanoporen-Technologie für die Molekulardiagnostik der Zukunft nutzbar zu machen. Das Ziel ist die Entwicklung neuartiger Diagnosemethoden auf der Grundlage der Analyse einzelner Proteine und ihrer Modifikationen, die schneller, kostengünstiger und personalisierter in der klinischen Praxis angewendet werden können.

Nanodiag BW Imagefilm

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