AMO

NeuroSys – Entwicklung der Landschaft zukünftiger neuromorpher Hardware

Max Lemme ist der Koordinator des Projekts NeuroSys – eines der 16 Projekte von ursprünglich 137 Einreichungen, die sich jetzt in der Konzeptionsphase der BMBF-Förderinitiative “Cluster4Future” befinden.

Ziel von NeuroSys ist es, den Großraum Aachen als weltweit führenden Standort für Forschung, Entwicklung und Verwertung neuromorpher Hardware in der Künstlichen Intelligenz (KI) zu etablieren. Langfristiges Ziel ist es, die exzellente Grundlagenforschung in Aachen und am Forschungszentrum Jülich zu memristiven Materialien und Geräten in eine tragfähige Technologie-Basis für zukünftige europäische KI-Hardware zu verwandeln. Die Vision ist die technologische Unabhängigkeit Europas in diesem ethisch und wirtschaftlich sensiblen Bereich.

Neuromorphe Hardware ahmt das menschliche Gehirn nach, indem Logik und Gedächtnis nicht physisch voneinander getrennt sind. Dies ermöglicht eine massive Parallelisierung und vermeidet den energieintensiven und zeitraubenden Datentransfer, der einer der größten Engpässe heutiger Computer ist.

NeuroSys zielt auf adaptive neuromorphe Architekturen für die Datenverarbeitung vor Ort ab. Von diesen intelligenten Chips wird erwartet, dass sie eine wesentliche Voraussetzung für zukunftsweisende Konzepte wie Smart Cities und das Internet der Dinge sind und auch einen entscheidenden Beitrag für die nächste Generation des autonomen Fahrens und für die personalisierte Medizin leisten werden.

NeuroSys baut auf bahnbrechenden Ergebnissen auf, die seine Forscher in verschiedenen nationalen und europäischen Projekten – wie dem DFG-Sonderforschungsbereich Nanoswitches unter Leitung von Prof. Mathias Wuttig, dem BMBF-Projekt NeuroTec unter Leitung von Prof. Rainer Waser und mehreren ERC-Grants – erzielt haben.

NeuroSys ist ein von der RWTH Aachen und der AMO GmbH vorangetriebenes Projekt, in das Akteure wie die Stadt Aachen, die RWTH Innovation GmbH, das Humantechnologiezentrum der RWTH, das Forschungszentrum Jülich und eine Reihe von in der Region tätigen Unternehmen, darunter AIXTRON SE, AppTek und Silexica GmbH, eingebunden sind.

Weitere Informationen zur “Cluster4Future Initiative” unter www.clusters4future.de.